42-Hackathon: Mobilität

Mach die Stadt mobil

Hack die Stadt. Auch ohne Code.

Samstag, 28.11.202611–23 Uhr

42kaiserslautern · Eisenbahnstraße 42 · 67655 Kaiserslautern

  • Alle Fachrichtungen
  • Kostenlos
  • Inkl. Verpflegung
  • Preisgeld 500 € pro Track
  • Zertifikat
Worum es geht

Zwölf Stunden für die Frage, wie Kaiserslautern sich bewegt

Mobilität ist der neue Ausstellungsschwerpunkt im 42. Beim 42-Hackathon wollen wir das Thema nicht nur zeigen, sondern mit euch daran arbeiten: an Daten, die längst offen im Netz liegen und die trotzdem niemand liest, an Straßen, über die es keine Zahlen gibt, und an der Frage, wie diese Stadt in 25 Jahren unterwegs sein könnte.

Ihr arbeitet in Teams an einem von drei Tracks. Programmierkenntnisse sind willkommen, aber keine Voraussetzung. Die Aufgaben sind so gebaut, dass Leute aus Gestaltung, Planung, Sozialwissenschaften oder dem Handwerk genauso gebraucht werden wie Leute aus der Informatik. Gemischte Teams sind ausdrücklich erwünscht.

Wann
Samstag, 28.11.2026, 11–23 Uhr
Einlass und Registrierung ab 10:30 Uhr
Wo
42kaiserslautern, Eisenbahnstraße 42, 67655 Kaiserslautern
Für wen
Studierende aller Fachrichtungen, ausdrücklich nicht nur aus der Informatik. Auch Azubis und Nicht-Studierende sind willkommen. Ab 18 Jahren.
Teams
3–6 Personen: als Team anmelden oder allein kommen und vor Ort ein Team finden
Kosten
Keine. Verpflegung ist inklusive.

Mit der Anmeldung gelten die Teilnahmebedingungen.

Die Challenges

Drei Tracks, ein Thema

Jedes Team wählt einen Track. Zu Beginn legt ihr selbst fest, für wen ihr baut und was ihr erreichen wollt. Bewertet werdet ihr an dieser eigenen Ansage, damit sehr unterschiedliche Ansätze fair vergleichbar bleiben.

Track 1 · Daten

Kaiserslautern, wie du es noch nie gesehen hast

Visualisieren statt programmieren
  • Daten & Visualisierung
  • wenig bis kein Code
  • No-Code-Tools erlaubt

Macht aus offenen Mobilitätsdaten eine Visualisierung, die Menschen in Kaiserslautern etwas Überraschendes über ihre eigene Stadt zeigt. Etwas, das sie täglich erleben, aber nie in Zahlen gesehen haben.

Alle Details zum Track

Ausgangslage

Fahrpläne, Haltestellen, Verkehrszählungen, Unfallschwerpunkte, Ladesäulen: Die Daten liegen offen im Netz. Aber eine ZIP-Datei mit tausenden Zeilen Fahrplandaten sagt niemandem etwas über die eigene Stadt. Die Geschichte steckt in den Daten. Sichtbar ist sie nicht.

Eure Aufgabe

Nicht die schönste Grafik gewinnt, sondern die mit dem stärksten „Das hätte ich nicht gedacht“-Moment. Wer vorbeigeht, soll in zehn Sekunden etwas verstehen, das er vorher nicht wusste. Und es muss stimmen, also nachvollziehbar aus den Daten hervorgehen.

Mögliche Richtungen (nur Anregungen)

  • Wie lange braucht der Bus vom Stadtrand ins Zentrum, und wie ändert sich das über den Tag? Gibt es Ecken, die faktisch abgehängt sind?
  • Wo häufen sich Unfälle, und deckt sich das mit den Orten, an denen Menschen sich unsicher fühlen?
  • Wie viel von Kaiserslautern erreicht man in 15 Minuten ohne Auto?
  • Wo stehen die Ladesäulen, und wo wohnen die Menschen ohne Garage, die sie am dringendsten bräuchten?

Randbedingungen

  • Basis ist das gestellte Daten-Starter-Kit. Weitere offene Quellen sind erlaubt.
  • Jede Aussage muss aus den Daten herleitbar sein.
  • Ohne Fachwissen und ohne mündliche Erklärung verständlich
  • Form ist frei: interaktiv oder statisch, Karte, Grafik, Animation, Objekt

Was ihr abgebt

  1. Die fertige, vorführbare Visualisierung
  2. Die Kernaussage in einem Satz
  3. Die Herleitung: welche Daten, welche Schritte

Bewertung

  • Erkenntniswert (Hauptkriterium)
  • Verständlichkeit
  • Ehrlichkeit zu den Daten
  • Umsetzung

Gestellt

Daten-Starter-Kit mit kuratierten, dokumentierten Datensätzen, u. a. VRN/RNN-Fahrplandaten (GTFS) und Mobilitätsatlas RLP (Verkehrszählungen, Unfallschwerpunkte, Ladestationen), jeweils mit Kurzdoku. Dazu Mentoring zu Daten und Visualisierung.

Track 2 · Sensorik

Die weißen Flecken der Verkehrskarte

Sensoren bauen und Daten sammeln
  • Hardware & Sensorik
  • Bürgerprodukt
  • Zielpreis ~20 €

Baut den günstigsten Verkehrssensor, den Bürgerinnen und Bürger selbst aufstellen können, um dort zu messen, wo die Stadt keine teure Technik hinstellt: an der Wohnstraße, am Schulweg, an der Kreuzung, über die sich alle beschweren.

Alle Details zum Track

Ausgangslage

An den großen Knoten erfasst Kaiserslautern den Verkehr mit kamerabasierter, KI-gestützter Technik. Die ist leistungsfähig, aber teuer, und steht deshalb nur an den Hauptverkehrsadern. Ruhige Straßen bleiben blinde Flecken, obwohl gerade dort Anwohnerinnen und Anwohner Zahlen bräuchten.

Eure Aufgabe

Es geht nicht darum, die Stadttechnik an Präzision zu schlagen. Gesucht ist ein Gerät, das so billig, einfach und robust ist, dass es davon hunderte geben könnte. Die eigentliche Frage lautet: Wie wird aus einem Stück Elektronik ein Produkt, das ein technikferner Mensch allein aufstellen und verstehen kann und dem er vertraut?

Mögliche Richtungen (nur Anregungen)

  • Gerät für den Fensterplatz: Sensor außen, Recheneinheit innen an der Steckdose
  • Autarkes Kästchen für Zaun oder Laternenpfahl, mit Batterie oder Solar und per Funk angebunden
  • Grobe Unterscheidung von Auto, Rad und Fußgänger über die Geschwindigkeit
  • Mehrere billige Sensoren in einer Straße, die sich gegenseitig plausibilisieren

Randbedingungen

  • Pflicht-Messgröße: Verkehrsaufkommen. Bonus: Lärm, Luft, Temperatur, Klassifikation, Geschwindigkeit, Richtung.
  • Die Daten laufen ins gestellte Netz (LoRa/TTN und Dashboard), kein eigenes Backend.
  • Den Einsatzort wählt ihr frei und begründet ihn.
  • Zielpreis ca. 20 € als vorproduziertes Bürgerprodukt
  • Keine Kameras und keine Bildaufnahme im öffentlichen Raum

Was ihr abgebt

  1. Funktionierender Prototyp, der ins Netz einspeist
  2. Aufbauanleitung für technikferne Menschen
  3. Die Vertrauens-Story: Warum kann man den Daten trauen?
  4. Stückliste mit Zielpreis

Bewertung

  • Bürgertauglichkeit (Hauptkriterium)
  • Erschwinglichkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Umsetzung

Gestellt

Sensor-Kits auf ESP32-Basis mit Radarmodul (mmWave), IR-Lichtschranke und PIR, dazu Breadboard, Kabel, Powerbank und Gehäuse. Bonus-Sensorik gibt es auf Anfrage. Außerdem: LoRaWAN-Gateway an The Things Network mit fertigem Dashboard und Beispiel-Sketch, 3D-Druck (Standardgehäuse sind vorproduziert, eigene Drucke brauchen Vorlauf über Nacht) und Hardware-Mentoring.

Track 3 · Wildcard

Mobilität in Kaiserslautern 2050

Deine Idee, deine Methode
  • offen
  • eigene Idee
  • freie Methode

Bringt eure eigene Idee mit. Offen im Wie, klar im Was: Es geht um Mobilität, und es geht um Kaiserslautern. Am Ende steht ein greifbares Ergebnis mit erkennbarem Mehrwert.

Alle Details zum Track

Eure Aufgabe

Sucht euch ein Mobilitätsproblem in Kaiserslautern, das heute schon real oder für die Zukunft absehbar ist, und entwickelt dazu eine Lösung, ein Konzept, ein Gerät, eine Kampagne oder ein Erlebnis. „Wir hätten gerne bessere Mobilität“ reicht nicht als Beitrag. Ein Beitrag zeigt, wie es für eine bestimmte Gruppe konkret besser wird.

Mögliche Richtungen (nur Anregungen)

  • Blackout-Szenario: Wie bleibt KL mobil, wenn Ampeln, Apps und Ladesäulen ausfallen?
  • Ein Dienst oder Gerät für eine Gruppe, die das heutige System abhängt
  • Eine Kampagne oder ein Erlebnis, das Wege in KL neu denken lässt
  • Eine durchdachte Vision „Mobilität 2050“ für eine konkrete Ecke der Stadt

Randbedingungen

  • Erkennbarer Bezug zu Mobilität und zu Kaiserslautern
  • Ein vorführbares Ergebnis: Prototyp, Modell, Mockup oder ausgearbeitetes Konzept mit Beleg
  • Zielgruppe und Nutzen benennt ihr selbst.
  • Methode und Technik sind frei: Code, Hardware, Daten, Papier, Storytelling

Was ihr abgebt

  1. Euer Ergebnis, vorführbar
  2. Problem und Zielgruppe in einem Satz
  3. Den Mehrwert: Was wird konkret besser und warum trägt es?

Bewertung

  • Relevanz & Mehrwert (Hauptkriterium)
  • Lokaler Bezug
  • Ausarbeitung
  • Umsetzung

Gestellt

Kein festes Material. Die Infrastruktur der anderen Tracks (Daten-Starter-Kit, Sensor-Kits, LoRa-Dashboard, 3D-Druck) könnt ihr nutzen, soweit sie verfügbar ist. Mentoring gibt es je nach Thema.

Erkenntnis vor Komplexität: Ein einfaches, ehrliches Ergebnis, das seinen Zweck erfüllt, schlägt einen beeindruckenden Aufbau ohne Aussage. Dieses Prinzip gilt für alle Tracks. Die Bewertungskriterien stehen von Anfang an fest, nicht erst bei der Jurierung.

Ablauf

So läuft der Tag

  1. ab 10:30Ankunft, Registrierung und Kaffee
  2. 11:00Alle in die Denkfabrik
  3. 11:15Begrüßung und Eröffnung, danach Impulsvorträge bis 12:00 Uhr„Nachhaltige Mobilität durch Smart City? Potenziale und Grenzen“Martin Kohl, Fraunhofer IESE„Stromfresser Verbrenner – Stromsparer Elektroauto? Die überraschende Energiebilanz unserer Mobilität“Prof. Klaus Knopper, Hochschule Kaiserslautern
  4. 12:00Get-together mit Track- und Teamfindung, Ausgabe von Material und Kits, dann geht es direkt in die Challenges
  5. 12:30–20:30Arbeitsphase mit durchgehendem Mentoring
  6. 20:30Abgabeschluss
  7. ca. 20:45Pitches in der Denkfabrik mit LED-Wall und Smartboard, jeweils mit Fragerunde
  8. 21:30Die Jury berät.
  9. 22:00Siegerehrung und Ausklang
  10. 23:00Ende

Pausen macht jedes Team so, wie es passt.

Gut zu wissen

Teams, Ausstattung, Preise

Teams

  • 3–6 Personen pro Team
  • Ihr könnt als fertiges Team kommen oder euch einzeln anmelden.
  • Teamfindung vorab über unseren Discord-Server
  • Teamfindung auch vor Ort um 12:00 Uhr

Vor Ort

  • WLAN, reichlich Steckdosen, Arbeitsplätze auf der Fläche
  • Bitte bringt eure eigenen Laptops mit. Wer keinen hat, bekommt bei Bedarf einen Laptop pro Team vom 42.
  • Tagsüber Obst, Brezeln, Snacks sowie kalte und heiße Getränke vom Café LUMA. Für das Abendessen ist ebenfalls gesorgt.

Preise & Anerkennung

  • Preisgeld: 500 € pro Track
  • Teilnahmezertifikat für alle
  • Jury: N. N.
Regeln & FAQ

Häufige Fragen

Muss ich programmieren können?

Nein. Track 1 lässt sich ausdrücklich mit No-Code-Tools wie Datawrapper oder Flourish bearbeiten, und in Track 3 sind Konzepte, Modelle und Kampagnen genauso zugelassen wie Code. Gemischte Teams sind erwünscht.

Darf ich vorab schon an meiner Idee arbeiten?

Ja, Ideen dürft ihr gerne mitbringen und vorher durchdenken, gerade für Track 3. Die eigentliche Umsetzung, also Code, Aufbau, Visualisierung oder Konzept, entsteht aber am Hackathon-Tag.

Welche Hilfsmittel und KI-Tools sind erlaubt?

Alle. Ihr dürft KI-Tools, Open-Source-Bibliotheken, offene Daten und Vorlagen nutzen. Zwei Bedingungen: Ihr gebt bei der Abgabe an, welche Tools und Quellen ihr verwendet habt, und ihr haltet euch an deren Lizenzen.

Wem gehört, was wir bauen?

Euch. Das Urheberrecht an Code, Visualisierungen, Konzepten und Konstruktionsdateien bleibt bei euch, und ihr dürft alles weiterentwickeln, auch kommerziell. Das 42 erhält ein einfaches Nutzungsrecht, um eure Ergebnisse auszustellen, zum Beispiel in der Mobilitätsausstellung, und über den Hackathon zu berichten. Verkaufen oder an Dritte lizenzieren darf das 42 eure Arbeit nicht. Die gestellte Hardware bleibt Eigentum des 42. Prototypen aus den Sensor-Kits bleiben deshalb nach der Veranstaltung im Haus, euren Code und eure Dateien nehmt ihr natürlich mit. Details stehen in den Teilnahmebedingungen.

Wie gehen wir miteinander um?

Respektvoll, vor Ort wie online. Diskriminierung, Belästigung und herabwürdigende Sprüche haben hier keinen Platz, egal gegen wen. Geht respektvoll mit der Arbeit anderer Teams und sorgsam mit Räumen und Material um. Wenn euch etwas komisch vorkommt oder ihr euch unwohl fühlt, sprecht uns vor Ort an. Wer sich nicht an die Regeln hält, kann von der Veranstaltung ausgeschlossen werden.

Werden Fotos gemacht?

Ja, wir dokumentieren den Tag mit Fotos und Videos. Wenn du nicht fotografiert werden möchtest, sag bei der Registrierung Bescheid. Du bekommst dann eine Kennzeichnung und wirst nicht gezielt aufgenommen.

Muss ich mich anmelden?

Bitte meldet euch vorab an, damit wir Material und Verpflegung planen können. Die Anmeldung bleibt bis zum Schluss offen. Wer sich spontan entscheidet, ist also auch willkommen.

Wie komme ich hin?

Das 42 liegt in der Eisenbahnstraße 42 in 67655 Kaiserslautern. Vom Hauptbahnhof und von der Stadtmitte sind es jeweils etwa zehn Minuten zu Fuß, Bushaltestellen gibt es im Umkreis. Wer mit dem Auto kommt, nutzt am besten Park & Ride am Messeplatz. Bei einem Mobilitäts-Hackathon lohnt sich die Anreise ohne Auto aber doppelt.

Wo finde ich die Teilnahmebedingungen?

Die vollständigen Teilnahmebedingungen stehen auf einer eigenen Seite. Mit der Anmeldung erkennt ihr sie an.

Partner

Gemeinsam mit

Kontakt

Fragen?

Organisation
42kaiserslautern
veranstaltungen@42kaiserslautern.de
Rückfragen zu den Tracks
Johannes Korz
johannes.korz@42kaiserslautern.de

Hack die Stadt. Auch ohne Code.

42-Hackathon · Samstag, 28.11.2026 · 11–23 Uhr · im 42kaiserslautern

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